Veränderung im Jahreskreis


Februar

Qualität der Zeit - Vertrauen

Die Tage sind jetzt deutlich länger, die Zeit der Dunkelheit liegt nun hinter uns. Wenn die Sonne scheint, haben wir die Gewissheit, dass es auch in diesem Jahr einen Frühling und neues Wachstum geben wird. Es ist die Zeit, wo wir Zuversicht und Geduld brauchen. In diesem Jahr vielleicht besonders, weil wir uns zusätzlich eingeschränkt, zurück genommen, verzichtet haben. Wir brauchen in uns die Zuversicht, dass das Leben wieder zurückkehrt nach dieser langen dunklen Zeit. Wir brauchen in uns die Geduld, weil wir der Enge und Dunkelheit überdrüssig sind und nach Freiheit, Wärme und Sonne dürsten. Das Frische, Neue sehnlichst erwarten. Und da ist Hoffnung im Außen, denn:

 

Mutter Erde ist schwanger.

 

Die Samen aus dem letzten Jahr sind nun bereit im Boden zu keimen und zu wachsen. Das Keimende ist im Außen noch kaum bis gar nicht zu sehen, es ist aber tief im Inneren schon da und der Lebensfunke glüht bereits. Wie bei einer Schwangerschaft in den ersten Wochen. Aus dem Träumen und Schlafen zur Winternacht, aus dem Ruhen, aus der Starre und dem Innehalten, beginnt sich das Neue zu erheben. Es ist ein großer, gewaltiger Akt, der mit viel innerer Kraft einhergeht. Die Erde bereitet sich nun auf dieses neue Leben vor, das in ihr wächst. Und das ist die Energie, mit der du das, was in diesem Jahr bei dir, in dir wachsen und werden soll, stärken und wortwörtlich ins Leben rufen kannst. Nun ist es an der Zeit das, was erträumt, erhofft, angedacht war, einer ersten Prüfung zu unterziehen und zu entscheiden, was und wie du beginnst. Sei in dieser Phase des „Wachwerdens“ sanft zu dir selbst, nachsichtig und gütig.Und frage dich:

 

Welche deiner Knospen soll wachsen?

 

Jetzt ist die beste Zeit deine Träume zu prüfen, deine Ideen aufzulisten und das, was du für dieses Jahr vorhast, konkret zu benennen. Die Energie dieser Jahreszeit ist eine wunderbare Unterstützung für diese ersten Schritte, in denen sich das Kommende zum ersten Mal erahnen lässt, in denen man die Ideen und Wünsche zum ersten Mal der Welt zeigt und etwas möglicherweise offiziell beginnt. Du kannst jetzt den ersten kleinen Schritt setzen – nicht theoretisch, sondern werde aktiv, tu es.

 

Ich wünsche Euch Vertrauen und Zuversicht, sowie die Vorfreude auf das, was möglich ist. Ein frohes Beginnen mit dem Neuen. Möget Ihr gesund, glücklich und gehalten durch diese Zeit kommen.

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November

Qualität der Zeit - Loslassen

Die Sonne hat nur deutlich weniger Kraft. Jetzt lassen die Bäume alle Blätter fallen und auch die letzten Samen, sie ruhen im Dunklen in der Erde, um dort zu keimen. Und dann, wenn die Pflanze stark genug ist, im Frühjahr zu wachsen und sich zu zeigen. So erinnert uns diese Zeit, dass alles Neue sich im Vergehen des Alten schon wieder vorbereitet, auch wenn es noch nicht sichtbar ist, so wie der Kreis kein Anfang und Ende hat. Wir dürfen das Vergehen schätzen lernen, ebenso wie den freien Raum zwischen Altem und Neuem. Die Ruhephase annehmen und geduldig sein mit dem Noch-nicht-Sichtbaren, was sich aber bereit macht, zur rechten Zeit in unser Leben zu treten.

 

Es ist eine Zeit, die uns das Loslassen lehrt. Annehmen, was ist. Nicht im Widerstand mit dem zu sein, was jetzt ist.

 

Wenn nun die Bäume kahl sind, sehen wir auch ihre Struktur, das Gerüst, was sie ausmacht und trägt. So ist jetzt auch die Zeit, uns mit dem Kern, dem Wesentlichen der Dinge zu beschäftigen, das was allem zu Grunde liegt.

 

Mögliche Fragen zu dieser Zeit können sein:

  • Was will losgelassen werden, weil ich es nicht mehr brauche?
  • Wie gelingt es mir "Ja" zu sagen, zu dem, was ist?
  • Was macht mich im Kern aus?

Geht raus in die Natur und lasst Euch von ihr lehren, was jetzt wichtig ist.

 

Ich wünsche Euch Gelassenheit und Frieden im Herzen. Möget Ihr gesund, glücklich und gehalten durch diese Zeit kommen.

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Oktober

Qualität der Zeit - Ernten

Der Herbst ist da, die Tage werden stetig kürzer und wir wenden uns nach Innen. Sowohl in unsere Häuser und Wohnungen, wo es kuschelig und warm ist, als auch unserem Innen, unser Seele, unserem Kern.

 

Die Erntezeit geht zu Ende und es gilt nun die Früchte zu begutachten. Der Oktober ist die Zeit, in dem die Ernte geprüft wird, was soll eingelagert werden, was wird für das nächste Jahr zurückgelegt und was darf verworfen werden. Die Blätter der Bäume färben sich und zeigen, dass nun alle Nährstoffe zurück genommen werden, zum Stamm, in den Kern, um den Winter gestärkt zu überleben. Das, was nicht mehr gebraucht wird , fällt welk zum Boden. Es ist eine Zeit, die uns das Loslassen lehrt.

 

Mögliche weitere Fragen zu dieser Zeit können sein:

  • Was hat mich genährt in diesem Jahr?
  • Was möchte ich loslassen, damit ich weiter wachsen kann?
  • Wie sieht meine Ernte aus?

Geht raus in die Natur und lasst Euch von ihr lehren, was jetzt wichtig ist.

 

Ich wünsche Euch Frohsinn und Frieden im Herzen. Möget Ihr gesund , glücklich und gehalten durch diese Zeit kommen.

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September

Qualität der Zeit - Balance

Der Sommer mit seiner Fülle liegt hinter uns. Fülle bedeutet oft Überfluss, Genuss, eine Fülle an Erlebnissen, Gefühlen und Begegnungen, die Sicherheit, dass es mehr als genug von allem gibt - in uns und vor allem um uns herum.

Die Fülle kann sich aber auch in manchen Jahren in einem Zuviel zeigen: intensive Ereignisse, ein Auf und Ab der Gefühle, Freude und Trauer dicht beisammen. Dann sehnen wir uns nach Ruhe, innerer Einkehr und Balance, genau nach den Qualitäten, die die dunklere Jahreszeit mit sich bringt. Und möglicherweise auch ein Nachnähren an Lebendigkeit und Leichtigkeit.

 

Ab 21. September sind die Tage wieder kürzer als die Nächte. Es ist die Zeit, in der wir sowohl zurück auf den Sommer blicken können als auch nach vorne in die dunklere Jahreszeit, der Blick geht von Außen nach Innen.

 

Wir befinden uns in der Qualität der Balance. Balance bedeutet nicht, anzustreben in jedem Moment in Balance zu sein, in der Natur finden wir dies auch nicht. Lediglich an zwei Tagen im Jahr sind Tag und Nacht gleich lang. Doch über das Jahr verteilt gibt es eine ausgewogene Balance zwischen Tag und Nacht. Es geht um eine Ausgewogenheit über größere Zeiträume hinweg. Das gleiche Gewichten der Qualitäten und unserer Lebensbereiche: zwischen Innen und Außen, Aktivität und Ruhe, Kopf und Herz, Materiellem und Ideellem. Eine Pendelbewegung, ein Abwägen und Ausprobieren. Ausgleich schaffen im Leben. Denn Veränderung ist das einzig Beständige in der Natur.

 

Fragen zu dieser Zeit können sein:

  • Was brauche ich, damit ich in Balance komme?
  • Wie schaffe ich Ausgleich im Alltag?
  • Wie sind meine Lebensbereiche bisher gewichtet?

Ich wünsche allen eine verbundene Zeit – lasst Euch im September von der Qualität der Balance leiten mit der Leichtigkeit der Eichhörnchen, die durch die Bäume flitzen.

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Juni

Qualität der Zeit -Aktivität

Der Sommer ist da und lädt uns ein raus zu gehen - uns nach außen zu wenden, nach außen zu spüren - in die Wärme, Sonne, ins Wasser und die Fülle der Natur. Und das ist auch in dieser besonderen Zeit möglich. Und vielleicht gerade in diesem Jahr bedeutsam und essentiell für uns. Die kontinuierliche Veränderung in der Natur kann uns die Sicherheit geben, die uns sonst im Außen vielleicht gerade fehlt. Mit dem Neuen umgehen zu lernen. Gelassenheit erlangen und Vertrauen spüren. Draußen unter Bäumen, auf der Wiese, am Fluss, der fließt und fließt und fließt.

 

Was wir ganz persönlich für ein erfülltes Leben brauchen - darauf eine, vielleicht neue  Antwort zu finden, wenn vieles nicht mehr so möglich ist, wie wir es gewohnt waren all die Jahre. 

 

Möglicherweise zieht es uns hinaus in die Natur, zum Feiern, Lachen, Tanzen und ausgelassen sein mit Freunden. Doch wie können wir das leben, was hält uns in diesen Zeiten lebendig? Wie erlebe ich meine Lebendigkeit, die aus mir kommt und keinen äußeren Anlass braucht?  Wir sind mitten in einer kraftvollen Zeit und können diese nutzen und uns neu entdecken. Was ist uns wirklich wichtig, welche Menschen gehören zu meiner Gemeinschaft?

 

Mögliche weitere Fragen zu dieser Zeit können sein:

  • Was gibt mir das Gefühl lebendig zu sein?
  • Mit welchen Menschen in meiner Umgebung möchte ich das teilen?
  • Wie bringe ich mein Inneres zum Ausdruck?

Ich wünsche Euch Frohsinn und Frieden im Herzen.

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Mai

Qualität der Zeit - Alles wächst

Alles neu macht der Mai. Der Frühling ist jetzt da in seiner ganzen Fülle und Pracht. Auch wenn die Nächte und auch Tage noch kalt waren in der ersten Monatshälfte, die Sonne wärmt uns durch und durch.

 

Das Grün der Bäume ist satter geworden, unzählige Blumen und Sträucher blühen, die Vögel singen und die Tage sind bereits gefühlt lang. Vielleicht erinnern wir uns an den Mai im letzten Jahr, der schon ein früher Sommer war, voller Leichtigkeit, nichtwissend, was der Sommer noch an Hitze bringen wird. Dieses Jahr ist es anders - später, ein langsamerer Start in den Sommer. Wir wissen wieder nicht, was noch kommen wird. Aber gewiss ist, es strotzt jetzt nur so vor Kraft und Vielfalt, Fülle und unendlichen Optionen – in der Natur du in uns.

 

Der Mai ist ein verheißungsvoller Monat, alles ist möglich, alles bereit, nahezu unverschämt. Es wächst und blüht, aber es ist auch noch Zeit zum Säen. Die Vögel brüten, die letzten Pflanzen können nach draußen gesetzt werden, die Obstblüte legt den Grundstein für die Früchte im Herbst. Was brauchen sie an Schutz, an Pflege, an Wasser, an Nahrung – das ist grundsätzlich jedes Jahr gleich und gibt die Pflanze vor. Und doch ist es auch immer wieder ganz anders, je nach Wetter und äußeren Bedingungen.

 

So kann es auch bei uns sein. Oft zeigt sich uns unverkennbar, was wir ganz persönlich für ein erfülltes Leben brauchen, immer wieder gleich, und doch immer wieder neu. Vielleicht zieht es uns hinaus in die Natur, zum Feiern, Lachen, Tanzen und ausgelassen sein mit Freunden. Vielleicht sammeln wir noch Energien, brauchen noch ein wenig, bis das, was in uns liegt nach außen gelangen, sich zeigen möchte. Eine kraftvolle Zeit ist gerade erst am Beginn und verheißt uns Freude und Lebendigkeit. All unsere Pläne und Ideen bekommen einen gehörigen Energieschub und nehmen konkret Form an. Und es ist auch noch Zeit weiter zu säen, was uns wichtig ist in diesem Jahr, in unserem Leben. So wie die Natur haben wir die Sehnsucht ins Dürfen und Wollen zu kommen, weniger das Müssen und Sollen zu leben.

 

Fragen zu dieser Zeit können sein:

  • Was gibt mir das Gefühl lebendig zu sein?
  • Was ist in mir, was ich noch zum Vorschein bringen möchte?
  • Welche Entscheidungen für ein erfülltes Leben sind zu treffen? Oder wo gilt es abzuwarten?

Ich wünsche allen eine verbundene Zeit – lasst Euch vom Frühling einladen zu Leichtigkeit, Übermut und auch Planung und Strategie, was es noch braucht für die Fülle in Eurem Leben.

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April

Qualität der Zeit - Neugierde

Die Sonne wärmt, die Nächte und die Luft ist noch kalt  - es ist nun eindeutig Frühling.

 

Nach einem Moment der Balance zwischen Tag und Nacht überflügelt der Tag seit dem 21.3. die Dunkelheit und die Zeitumstellung auf Sommerzeit ist nun auch erfolgt. Auch wenn wir das Gleichgewicht häufig anstreben, in der Natur herrscht die Pendelbewegung vor. Die Zeitumstellung und die wärmende Sonne verstärken das Gefühl von der Verheißung des Sommers, von Leichtigkeit und Lebendigkeit. Die Naturkräfte sind wieder deutlich zu spüren und alles Leben erhält einen kräfigen Schub.

 

Die Vögel wecken uns schon früh morgens und singen bis in den späten Abend hinein, Hummelköniginnen sind auf der Suche nach einem Platz für ihr Volk. Nicht nur wenn wir im Wald unterwegs sind, entdecken wir voller Freude die zahlreichen Blumen und Blüten, Felder von Buschwindröschen, die sich öffnenden Knospen der Bäume und die unzähligen Keimlinge, die aus dem Boden wachsen. In ihnen ist die ganze Pflanze, der große Baum angelegt – das gibt uns die Zuversicht, dass auch die neuen, noch zarten Dinge in uns und in unserem Leben das Potential in sich tragen, ihre volle Größe zu entwickeln.

 

 

Und ebenso wie die Bäume und mehrjährigen Pflanzen auch in diesem Jahr wieder neue Blätter und Blüten treiben, kräftiger und größer werden, können wir den Blick auf das richten, was wir schon vor einiger Zeit erschaffen haben und was weiterhin wächst.

 

Es ist die Zeit, die Ideen und Pläne der letzten Monate konkret umzusetzen. Dafür brauchen sie ebenso wie wir die Kraft der Sonne und des Lichtes, gute Nahrung und einen geeigneten Standort in guter Nachbarschaft. Und wie in der Natur wachsen da auch Dinge, die wir bewusst gar nicht gesät haben, wir können sie mit Neugierde und Offenheit betrachten und freudvoll erwarten, was sich da entfalten will.

 

Fragen zu dieser Zeit können sein:

  • Was braucht meine Aufmerksamkeit und Fürsorge, dass es gut wachsen und gedeihen kann?
  • Was möchte ich auf jeden Fall umsetzen in diesem Jahr, worauf setze ich meinen Fokus?
  • Was braucht mein Kommitment und meine Hingabe?
  • Was reizt mich, worauf bin ich neugierig?

Genießt die Zeit des Aufbruchs und der wiederkehrenden Lebendigkeit! Ich wünsche Euch viel Erfolg beim Umsetzen Eurer Pläne und Ideen und auch Offenheit für das Unerwartete.